10.04.2007 - 14:42:34

Kaffeine 0.8.3 Multimediaplayer

Der Kaffeine Multimediaplayer ist einer der weit verbreitetsten Multimediaplayer in der Linuxwelt und hat in vielen Distributionen seit Jahren seinen festen Platz gefunden.

Die Startseite bietet einen Schnellzugriff auf die gängigsten Aufgaben, wie beispielsweise DVDs und VCDs abspielen oder Audio CDs codieren. Sie gestaltet sich recht schlicht und funktional kann aber an die Bedürfnisse des Users angepasst werden.

Da Kaffeine ein Frontend ist, setzt er auf ein vorhandenes Abspielgerät, ein sogenanntes Engine oder Backend, wie xine-lib, MPlayer oder GStreamer auf. Nur so ist es ihm möglich, die gängigen Daten und Formate abzuspielen. Dies hat den Vorteil, dass auf ein leistungsfähigeres Backend gewechselt werden kann wenn ein anspruchsvolles Format von einem Backend noch nicht unterstützt wird. Es bringt jedoch auch den Nachteil mit sich, dass der Kaffeine Multimediaplayer immer nur so leistungsfähig ist, wie das Backend selbst.

Die Entwickler legen hohen Wert auf die vollständige Integration in die Desktopumgebung KDE. Mit jeder neueren Version des Dateimanagers Konqueror ist es möglich, die Vorschau einer Videodatei im eingebetteten Kaffeine Playerfenster anzusehen.

Dies ist auch bei Webseiten mit Videocontent möglich, wenn sie mit dem Konqueror angezeigt werden, da auch hier Kaffeine als Streamingplayer eingebettet wird. Die Navigation im DVD Menü wurde stark verbessert und funktioniert nun nahezu fehlerfrei.

Meine persönlichen Highlights sind jedoch die umfangreichen Zoommöglichkeiten und die verschiedenen Funktionen zur Bearbeitung des Video Seitenverhältnisses. Es ist eine praktische Funktion vorhanden, die sich bei anderen Videoplayern ” Decreace und Increace Rate” nennt. Sie ermöglicht es einen anamorph 16:9 Film unabhängig voneinander horizontal oder vertikal zu skalieren, um den schwarzen Rand etwas zu verkleinern. Dies ist sehr praktisch, wenn man keinen Widescreen Bildschirm besitzt.

Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit, digitales Fernsehen DVB–T ( digital video broadcast ) und DVB EPG ( electronic program guide ) zu empfangen, vorausgesetzt die Hardwareanforderungen sind gewährleistet. Auch eine gute Netzwerkanbindung beim Senden und Empfangen von Datenströmen ist gegeben und die Wahl eines freien Netzwerk-Ports ist möglich.

Die abgespielten Datenströme eines Videos können gespeichert werden. Die Prozessorbelastung kann bei der Wiedergabe über das Deinterlacing Modul schrittweise von geringer bis hoher CPU-Last eingestellt werden. Die Bearbeitung der Video- und Soundausgabe kann in Echtzeit durch verschiedene Effektfilter beeinflusst werden.

Die aktuellste Version 0.8.3 des Kaffeine Multimediaplayers kann auf der offiziellen Seite
http://kaffeine.sourceforce.net für die verschiedensten Linuxdistributionen heruntergeladen werden.

Rubrik: Multimedia/Kaffeine - Autor: Flohoschi

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